«Hilf mir.
Mein Herz wird rissig. Meine Seele, sie zerspringt. Alles endet hier. Ich spüre den Sog. Etwas zerrt an mir, zwingt mich in die Dunkelheit, die vor unseren Türen lauert.
Dort draußen, flüstern sie atemlos, dort draußen lauert der Tod. Er trägt ein bleiches Gewand und fängt mich mit beiden Armen auf. Ich habe keine Angst, dass er mich fallen lässt, denn seine Ruhe hüllt mich ein. Sie fließt über mich hinweg, macht mich zu Sand, der widerstandlos dem Spiel der Wellen erliegt.»


Wo ich gerade bin? In fucking Azamber, aka der beschissensten Kleinstadt, die du am Humber finden wirst. Kleinstadt steht hier übrigens nicht nur für den Unwillen der Anwohner die Wirtschaftsmaschinerie anzutreiben oder Kinder in die Welt zu setzen, sondern für das ätzende Talent, jeden deiner Fehler zu korrigieren und gleichzeitig die Augen vor dem Wesentlichen zu verschließen.
Wahrscheinlich glauben die Menschen hier immer noch, dass ein paar berühmte Freidenker genügen, um das Ansehen einer ganzen Stadt aus dem Dreck zu ziehen. Es ging ihnen nie besonders schlecht, denn auch wenn Schafe genauso nervig und langweilig wie aufgeforstete Wälder sind, schafft man es damit auf banale Weise bei der Stange zu bleiben.
Happy End, würde ich sagen. Aber wir sind hier schließlich nicht in Hollywood.
Bei leidenschaftlichen Erbsenzählern muss man nämlich immer damit rechnen, dass der Neid ihnen die Eingeweide zerfrisst. Es ist fast schon oscarverdächtig, wie schnell man auf der ominösen Abschussliste landet und mit sprichwörtlichen Fackeln und Heugabeln über die Ortsgrenze gefegt wird.
Fragt mal Nightfall, dieses berühmtberüchtigte Arschloch von einem Autor, der binnen von wenigen Jahren die halbe Stadt gegen sich aufgestachelt hat, ohne seine hässliche Visage dabei jemals vor die Kamera irgendeines vorbeistolzierenden Pressefuzzis gehängt zu haben! Statt wie seine Schreibkollegen brav Interviews zu geben oder Lesungen zu arrangieren, kurbelt dieser Wahnsinnige die Werbetrommel, indem er irgendeine kranke Scheiße mit unserem Leben veranstaltet.
Sie lieben Hagelkörner, die so groß sind wie Tennisbälle?
Sie genießen Ihren Tee am liebsten in Gesellschaft eines Einhorns?
Ein schöner Mord am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen?
Ihr Nachbar verwandelt sich einmal an Vollmond in eine reißwütige Bestie, aber er sieht schon sehr sexy aus?
Sie haben einen grünen Daumen und wollten schon immer unsere giftspuckenden Blumenbeete bewundern?
Dann sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso durchgeknallt, wie die Selbsthilfegruppe Azambers, die das Stadtbild mit ihrem Verständnis von Kunst und Schwachsinn überspült.


«Hier draußen ist kein Licht mehr, das mich durch die Finsternis führt.
Hilf mir.
Ich fühle nichts, bin stumm und taub.
Kannst du mich denn nicht hören?!»


* * *

Eckdaten


NIGHTFALL ist ein aufsteigender Stern im Autorenhimmel. Leider kennt bis heute niemand seine wahre Identität

Gespielt wird in einer kleinen, idyllischen Stadt namens AZAMBER am Humber (Ontario, Kanada), die überwiegend von landwirtschaftlichen Gütern, Errungenschaften und künstlichen Ausprägungen lebt.

Geschehnisse oder einzelne Elemente der BÜCHER NIGHTFALLs nehmen einen erheblichen Einfluss auf das alltägliche Leben.

Die Bücher als auch der von uns genannte Autor sind FIKTIV! Alle Buchkapitel werden vom Team selbst verfasst!

Spielbar sind MENSCHEN, MAGIER, DÄMONEN, WERWÖLFE, VAMPIRE, WERKATZEN, NATURGEISTER sowie GÖTTER UND GÖTTLICHE WESEN aus der nordischen Mythologie.

Unser Rollenspiel ist ab 18 JAHREN freigegeben, d.h. dass sich nur Spieler anmelden können, die das 18. LEBENSJAHR erreicht haben.

Wir ordnen uns in das Genre DARK FANTASY/MYSTERY ein.
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