Daylight dies Blackout the sky. Does anyone care? Is anybody there? Just give me a sign!
einleitung

Willkommen in Azamber, einem lauschigen Städtchen am Flusslauf des Humbers, Ontario in Kanada. Neben lebendig gewordenen Rasenmähern, viel zu viel Wald und dem üppigen Vorkommen seltsamer Städtler, kannst Du hier vorallem eines finden: Kunst! Markenzeichen ist demnach auch der gleichermaßen geliebt wie verhasste Nightfall - ein Autor mit nachweislich anthropophoben Zügen. Klasse, oder? Aber es wäre nicht Azamber, wenn es nicht noch ein paar übernatürliche Misanthropen mehr von der Leine lassen könnte. Sogar die Magie ist hier etwas anders. Unzuverlässiger. Wahnhaft. Zerstörend.
team und gesuche

   LAREN CHELLSING
   MARLA AUSTIN
   JASMINE WULF


WANTED ! MORE DEAD THAN ALIVE

plot und twitter

Dann und wann lausche ich dem Wind, wie er hämisch vorüberzieht. Mein Segel - meine Hoffnung - ist längst zerrissen. "Du bist nicht allein", höre ich sie murmeln. "Nicht mehr so allein." Aber ich verstehe sie nicht. Der Grund, ihre Formlosigkeit, ihre Bedeutung, all das bleibt mir verborgen. Wo? Wohin?

"Tiefer! Tiefer in den Nebel!"

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gerüchteküche

Hast du das denn nicht gewusst?
GEISTERLICHTER GESICHTET! In der leerstehenden Kirche haben einige Anwohner seit dem 12. Dezember tanzende Geisterlichter hinter Buntglas beobachtet!

RAUBZÜGE. Gerüchten zufolge erleichtert ein Schwarm gieriger Elstern die friedfertigen Bewohner Azambers neuerdings um ihr Hab und Gut!

DACHSCHADEN! Aufgrund noch ungeklärter Ursachen verzeichnen das örtliche Krankenhaus seit dem 04.12. als auch ein Einfamilienhaus am Stadtrand seit dem 11.12. beträchtliche Schäden an Dach und Fassade.

EXPLOSION IN TORONTO! Ein Teil des Betriebsgebäudes von Maston Corp. erlitt bei einem unkontrolliert ausbrechenden Feuer am 15. Dezember schwere Schäden.

GÄRTNER GESUCHT?! Der Rathausplatz und Teil des Stadtparks werden neuerdings von großen Baumwurzeln geschmückt, denen auch nicht mit herkömmlichen Axthieben Einhalt zu gebieten ist!

GRUSLIGE KAPUZENTRÄGER wurden vermehrt im Stadtkern von Azamber gesichtet. Vorwiegend nachts drehen sie in kleineren Gruppen mit Laternen oder Kerzen bewaffnet ihre Runden.
    ♣ The Elite         ♣ Inplayszenen

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Von Bürger zu Bürger QUOTE EDIT REPORT SEARCH       Beitragsnr.: 11598   ^

... Wussten Sie das nicht?


Willkommen in Azamber! Willkommen in meinem Büro! Wie Sie bereits an dem großen ‚I‘ über meinem Dach haben erkennen können, handelt es sich hierbei um einen sogenannten Info-Point. Ich bin also gerne Ihr Mädchen für alles und versuche Ihnen die meisten Fragen und Ängste bereits im Vorfeld zu nehmen. Und mal so unter uns: Sie sollten sich das wirklich noch einmal überlegen. Das Haus, das Ihnen dieser bucklige alte Mann angeboten hat, riecht doch förmlich nach Verschwörung!
Wie Sie wissen ist Azamber ein Ort der Kultur. Wir haben zwar nicht unbedingt einen so bedeutenden Platz im Buch der großen Weltgeschichte erhaschen können, dafür gibt es aber einige örtliche Erzählungen, die Sie – als zukünftige Anwohner – durchaus interessieren dürften. Aber ich will Sie nicht unnötig mit Geschichten langeweilen, denn ich kann doch bereits an Ihren strahlenden Augen erkennen, dass es da Fragen gibt, die mehr Aufmerksamkeit erfordern. Da ich – Sie müssen verzeihen – bereits viele von Ihrer Sorte vor meiner Tür stehen hatte, können Sie sich entspannt zurücklehnen und Ihren Kaffee genießen, während ich mit meiner kleinen Präsentation über Azamber fortfahre. Aber bitte, wenn die Herren in der hinteren Reihe unbedingt ihre Kaugummis unter meine schönen altmodischen Stühle kleben wollen, erbitte ich doch, dass Sie nachher gemeinsam zum Säuberungsdienst antreten. Gut, dann sind wir uns ja einig.


Das Wahrzeichen


Azamber gewann in den 80er Jahren nicht nur durch seine florierenden Künste an Bedeutung, sondern mauserte sich zu einer wahren Touristenfalle. Viele kommen jedes Jahr hier her, um einmal ihre Nase in unsere geschmückte Allee zu stecken, oder sich von den farbenprächtigen Häusern in ihren Bann ziehen zu lassen. Neuerdings – also etwa seit 2007 – kann unsere idyllische Stadt mit einer neuen Attraktion aufwerten.
Zwischen 2007 und 2008 bestritt ein Schreiberling, unter dem Decknamen ‚Nightfall‘, den steinigen Weg einer Autorenkarriere. Natürlich musste der Schreiblüsterne genau wie alle anderen der harten Kritik zahlloser Verlagsstätten gewappnet sein. Die Konkurrenz – gerade in der buchstabenfreudigen Szene – war hoch und sein Streben wahrlich von kindlichen Ehrgeiz geprägt. Aber Nightfalls schaffte die erste Hürde und fand Anerkennung bei einem der örtlich größten Verleger hier in Kanada. Ungeahnt des blühenden Erfolges der ihm drohte, arbeitete der Autor weiter hart und freudig an seinen Werken. Viele Ziele hatte sich der Unbekannte gesteckt und eines davon, sein größtes und wohl auch weitaus schöntest, sollte mit der Vollendung seines ersten Buchbandes in Erfüllung gehen.
Zwischen 2009 und 2010 veröffentliche Nightfalls bereits 2 Buchbände mit einem weiteren in Arbeit. Der Einschlag in die Bestsellerlisten war geglückt und Nightfalls, obgleich von seinem Ruhm geehrt, blieb dennoch im Schatten verborgen. Ende 2009 starteten einige Fans Protestkationen, um den idealistischen Autor aus seinem Nest zu herauszulocken. Doch trotz einbrechender Verkaufszahlen, die sich gegen Anfang des Jahres 2010 bereits wieder stabilisierten, blieb der begnadete Jungautor verschollen. Einzig auf seiner Website verkündete Nightfalls im Sommer 2010, dass er bereits dem Ende seines dritten Buches entgegen sehe und sich auf ein weiteres Jahr voller Überraschungen freute.


Die Buchbände


Ein Geheimnis, das für die meisten Menschen in Azamber bereits keines mehr ist, stellen die Buchbände des großen Jungautors dar. Jeder individuelle Band erzählt eine Geschichte, die genauso gut hätte aus dem Leben gegriffen sein können. Von den farbenprächtigen Bildern, die Nightfalls bereits auf den ersten zwanzig Seiten seinem Leser vor Augen führt, bleibt am Ende des Buches jedoch nicht mehr viel übrig. Eine harte, aber herzliche Wortwahl verhalf dem Neuling am Autorenhimmel trotzdem zu großer Sympathie bei seinem Publikum.
Vom Wahn infiziert und von der reichlichen Post seiner Fans angeregt, versuchte sich der Autor seinen eigenen Bereich zwischen Belletristik, Kriminalistik, Fantasy und Science Fiction zu erschaffen – mit erstaunlichen Erfolg. Bereits sein zweites Buch brachte ihn innerhalb weniger Wochen auf Rang 1 der Bestenliste. Allerdings – und das schienen vor allem die Bürger Azambers früh zu bemerken – hatte sein ruppiger Schreibstil mit den Monaten an Achtung verloren. Der unerklärliche Wandel von einem freundlichen und aufgeschlossenen Schriftsteller zu einem kalten, radikalen Menschen machte es dem ein oder anderen Alteingesessenen schwer, neue Buchbände von Nightfalls zu akzeptieren. Doch es lag nicht an der Art, wie sich der Jungautor Seite für Seite Respekt erkämpfte, sondern vielmehr an den Dingen, die plötzlich in der Kleinstadt Azamber fürchterlicher Alltag wurden.
Im März 2010 entdeckte ein Sprachwissenschaftler Verbindungen, die für einen Normalsterblichen unvorstellbar schienen. Der plötzliche Wetterumschwung von Winter auf Hochsommer – und das im März – war auch Thema im letzten Band des erfolgreichen Autors gewesen. Als Hirngespinst abgetan, wurde der Mann allerdings wenige Wochen später seines Dienstes verwiesen und geriet in Vergessenheit.
Juni 2010 brach die alte Geschichte wieder an die Oberfläche. Über seine Website zitierte Nightfalls: ‚Mein Urlaub in die Weststaaten war gewinnbringend. Ich schreibe gerade an meinem dritten Band und bin Recht zufrieden mit dem Ergebnis. Im Verlauf habe ich mich Euren Wünschen gewidmet. Vielleicht erkennt der ein oder andere seine Hoffnungen wieder. Vor allem aber der Sandsturm hat mich zu einer neuen Handlung inspiriert. Ich danke und freue mich auf Eure Nachrichten.‘ Einen Tag später herrschte Funkstille in Azamber. Der Sandsturm in den umliegenden Regionen hatte die Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Erst nach einer Woche harter Arbeit konnte der Lebensstand der friedfertigen Bürger wieder zur Normalität zurückkehren. Aber Zufall? Niemals.


manche stellen fragen ... ja echt!




Und was hat das mit Göttern zu tun?


Naja … Götter sind eigenwillige Wesen und sie haben das Bedürfnisse sich in alle Dinge einzumischen, die den Menschen betreffen. Natürlich kann ich nicht abstreiten, dass in Azamber ausschließlich Normalsterbliche ihr Unwesen treiben, aber ich denke, dass Sie auch so verstehen, was ich Ihnen damit sagen möchte. Denn auch die Germanischen wissen ihren Einfluss geltend zu machen, ohne groß Aufsehen zu erregen. Wie ich mir das vorstelle? Finden Sie es nicht komisch, dass diese seltsamen Sachen passieren und glauben Sie wirklich, dass dieser ‚Nightfalls‘ allein dafür verantwortlich ist? Ich nicht, und ich werde Sie auch gern davon überzeugen.
Sie kennen sicherlich die neidvollen Geschichten von Odin und seinen Nächsten? Von den Intrigen, die Tag ein und Tag aus durch die großen Hallen ziehen und immer mehr Opfer und immer mehr Zwietracht in sich bergen? Dann wissen Sie sicherlich auch, dass Odin einst den Fehler machte und einen seiner Liebsten auf Erden verbannte. Aber er war nicht der einzige Verdammte, denn ihm sollten Weitere folgen. Und Odin in seiner Rage schickte nicht nur die Göttlichen sondern auch Bürger, Verbrecher und zahlloses Ungetüm auf Erden.
Aber auch der Göttervater ist nicht blind und weiß, dass alles Böse an einem neuen Ort nur weitere Sorgen nach sich ziehen wird. So waren es die Menschen, deren Angst und deren blinde Wut den Ältesten noch einmal zum Überdenken seiner Taten zwangen. In seinen Überlegungen stellte sich der Gott die Frage, ob die Sterblichen die Last seiner Entscheidungen tragen könnten. Doch als er entdeckte, dass sich seine Gläubiger bereits mit der Gefahr angefreundet hatten und sie plötzlich in allen Ecken zu wuchern, zu wachsen, sich zu stärken schien, wurde er zornig.
Und mit wütenden Göttern ist nicht gern Kirschen essen. Ich finde jedenfalls – wenn Sie meine bescheidene Meinung wirklich hören wollen – das sich die Sterblichen damit noch mehr ins Unglück geritten haben. Von ihrem sittenlosen Dahinvegetieren und ihrer Zerstörungswut abgesehen, mögen sie zwar mit den Jahrhunderten einige kluge Köpfe hervorgebracht haben, aber wenn Sie sich Zeit nehmen und ihre ‚Mitmenschen‘ betrachten, ist wahrscheinlich jeder dritte mit Unheil, mit widerwertiger Schande befleckt. Sonst würden doch nicht jeden Tag mehr Schreckensnachrichten über den Fernsehbildschirm flattern. Sehen Sie das anders? Hm? Hm? Nein? Gut.

Zurück zum Thema. Nachdem Odin also seinen Fehler erkannte und sich sicher war, dass diese Katastrophe nicht mehr aufzuhalten war, entschloss er selbst Hand anzulegen. Natürlich hielt es der Älteste nicht für nötig seine Nächsten einzuweihen und zog sich stattdessen in sein düsteres Gemach zurück, um diesmal einen wirklich perfiden, aber höchst intelligenten Plan gegen die Menschheit zu schmieden. Ja, jetzt schauen Sie nicht so. Glauben Sie ernsthaft, dass Gott wegen ein paar speichelleckender Gläubiger seine Absichten ändern würde? Aus welcher Zeit kommen Sie bitte! Wir leben im 21ten Jahrhundert!
Also entdeckte das wachsame Auge – oder eher seine zwei dämlichen Krähenverschnitte – tatsächlich einen ‚Menschen‘, der wirklich hundertprozentig dafür geeignet war, seine dunkle Saat zu streuen. Und da sich Odin für seinen Erstschlag noch unsicher war und lieber die Wellen betrachten wollte, die sein erneutes Eingreifen nach sich ziehen würde, gab er ‚Nightfalls‘ die Fähigkeit sein geschriebenes Wort wahr werden zu lassen. Und obgleich der Göttervater nicht glaubte, dass dieser Wurm so clever sein würde, indem er sich als Grund für die anbrechenden ‚Katastrophen‘ entlarvte, wurde Odin abermals eines Besseren belehrt.
Das Schicksal machte dem Höchsten einen Strich durch die Rechnung. Und heute, ja heute an diesem wundervollen Tag, können wir das Ausmaß seiner genialen Ideen mit eigenen Augen betrachten. Denn sein ‚Auserwählter‘ war alles andere, als auf den Kopf gefallen und schien seine plötzliche Begabung zu wittern. Natürlich war der ‚Mensch‘ clever genug sich selbst als Schaffender in seine Geschichten zu schreiben, sodass es Odin – leider, leider – nicht mehr möglich war, die Notbremse zu ziehen.




Was veranstaltet der Stadtrat eigentlich für einen Zirkus?!


Der Stadtrat, auch liebevoll das ‚Auge Azambers‘ genannt, ist ein harmonischer Zusammenschluss von Bürgern und den Regierenden. Ihre engelsgleiche Absicht ist es für Ordnung in der Stadt zu sorgen und auf die Wünsche der verschiedensten Anwohner einzugehen. Sie sind es auch die zahlreiche Festaktivitäten organisieren und den wirtschaftlichen Fortbestand der kleinen Idylle sichern. Allerdings wurde der Rat aufmerksam, als sich die chaotischen Zustände in Azamber zu häufen schienen.
Mit scharfen Augen, Ohren und Sinnen wurde es dem nichtmenschlichen Anteil recht schnell klar und so konnte kurze Zeit später ein Kriegsrat gehalten werden, dessen Bestimmung der Sondierung der Quelle diente. Allerdings stoßen wir hier schon auf die Grenzen menschlicher Dummheit. Auch die fehlende Kompetenz magischen Blutes hilft wenig, um den inneren Zwist zu lösen, der sich bereits nach einigen Gesprächen anzukündigen schien. Denn wenn wir annehmen müssten, dass alles im Leben seinen rechten Bahnen folgt, sind wir genauso auf dem Holzweg, wie all die Unwissenden, die immer noch glauben, dass Vampir-Geschichten nichts mehr als blödes Geschwätz alter Leute und Kinder sind.
Denn obgleich ein paar Vertreter des Stadtrates es sich geschworen haben, Klartext mit dem Erschaffer allen Chaos zu sprechen, so scheint noch immer das Gleichgewicht auf der Seite der ‚Blinden‘ zu liegen. Diese ungleiche Stimmfreiheit ist es auch, die den Stadtrat stetig auf der Stelle tanzen lässt. Fakt ist aber, dass alle Beteiligten die Probleme auf ihre Weise zu lösen versuchen. Nur das gemeinsame Ziel scheint noch nicht deutlich genug aus seiner Versenkung aufgetaucht zu sein.




Und warum können sich die Anwohner nicht einig werden?


Warum sollten sie es auch? Ich meine, in der Welt gibt es doch viele Wenn-und-Aber-Optionen, wieso also festlegen? Keiner zwingt die Bürger von Azamber sich für irgendeine Seite zu entscheiden. Der Stadtrat ist sich nicht einig und die Bürger spalten sich in die Ach-habt-euch-doch-nicht-alle-so-Partei, die Kommt-bringen-wir-diesen-Spinner-zu-Fall-Gruppierung und in die Wir-stehen-zu-ihm-Fangemeinschaft. Wie Sie also sehen könnte, herrscht sowohl bei den Führungskräften, als auch beim niederen Fußvolk großes Stimmgewirr, das wohl auch in der nächsten Zeit keine Einigkeit erreichen wird. Aber wo bliebe denn dann auch der Spaß? Es ist ja auch nicht gesagt, dass die Geschehnisse in Azamber rein bösen Ursprungs sind. Vielleicht spinnen sich die Leute auch nur etwas zusammen und das Ganze entpuppt sich am Ende mehr als ein schräger PR-Scherz oder als banale Zufälligkeiten im Wetterhaushalt der Erde? Man weiß es nicht, aber ich kann Ihnen sagen, dass wenn Sie hier wirklich Fuß fassen wollen, Sie unbedingt darauf achten sollten, nicht bei den falschen Leuten das Falsche zu sagen. Es könnte durchaus übel für Sie ausgehen und wir wollen Sie doch nicht schon nach ein paar Stunden im örtlichen Krankenhaus auf der Intensivstation wissen, oder?




Stimmt es das schon Buchcharaktere gesichtet wurden?


Glauben Sie etwa an Vampire, an Werwölfe, an Was-weiß-ich-noch-für-Schreckgestalten?! Wollen Sie mich eigentlich auf den Arm nehmen? Nein? Wenn Sie also noch etwas Verstand zusammenkratzen, glaube ich sogar, dass Sie schnell hinter die Lösung dieser unheimlich kniffligen Frage kommen werden. Na? Na? Ist der Groschen schon gefallen? Ok, ich bin so frei und helfe Ihnen auf die Sprünge.
Natürlich ist es nur ein Gerücht, aber so reden die Leute auch von übergroßen Wölfen und komischen blutleeren Körpern, die in irgendeiner Seitengasse vor sich hinvegetieren. Ich meine aber, dass es gewiss schon einige seltsame Typen gibt, die wohl gerade frisch aus der Feder Nightfalls entsprungen sind. Ob ich damit natürlich hundertprozentig richtig liege, oder ob es am Ende nur irgendwelche Spinner sind, die sich für Person XY ausgeben, um Angst und Schrecken zu verbreiten, müssen Sie eben selbst herausfinden. Aber seien Sie gewarnt: jeder Figur aus seinem Buch ist nicht umsonst an die Seiten seiner endlosscheinenden Geschichten gefesselt. Sie sind – wenn wir einmal ehrlich zueinander sind – nicht für ein Leben auf dieser Erde vorgesehen und könnten unter Umständen verheerende Schäden anrichten. Ich hoffe nur inständig, dass wir lange genug von diesem ‚Monstern‘ verschont bleiben, denn selbst die Menschen, die einfachen Sterblichen, haben irgendetwas an sich, dass mich nachts immer Fenster und Türen verriegeln lässt. Man weiß ja nie.




Und wieso denken die Rassen so unterschiedlich?


Haha. Sind Sie Komiker von Beruf? Nein? Jetzt schauen Sie doch nicht so trotzig. Das war doch alles nur Spaß! Sehen Sie es doch ein bisschen lockerer, oder machen Sie es gleich wie die Vampire, die sowie so zu allem und jedem Ding ‚egal‘ sagen und sich mit einem schulbubenhaften Grinsen von dannen schleichen. Glauben Sie auch nicht? Also bitte. Wann haben sich die Blutsauger denn jemals für irgendetwas – mal abgesehen von ihren eigenen Belangen – interessiert? Ich kann mich weder in der Historie an Glanzbeispiele erinnern, noch glaube ich, dass heute ein großer Wandel im Vampirtum Vorherrschaft gewonnen hat.
Andererseits ist es vielleicht gar nicht so dumm, wenn die einen meinen sich raushalten zu müssen und gerade die anderen, die Magier zum Beispiel, in allem ihre Nase reinstecken! Es ist ätzend, wenn man bedenkt, dass man genauso gut die Zauberwütigen anschwärzen und sie für alles was in dieser beschissenen Stadt passiert verantwortlich machen könnte – immerhin sind ihre unzähligen Fertigkeiten doch nicht etwa dafür da, dass Gleichgewicht auf Erden zu erhalten. Als ob. Verarschen kann ich mich auch allein.
Und die Katzen? Diese schnurrigen Teppichwälzer? Die sind den Vampiren gar nicht so unähnlich, obgleich ich auch der festen Überzeugung bin, dass sie sich wohl doch etwas an den Veränderungen stoßen. Alte Sünden legt man eben gerne ab und wenn man so arrogant und so festgefahren ist, könnte man schon hin und wieder die Krallen ausfahren. Aber das obliegt ganz dem Charakter der unterschiedlichen Schnurrbartträger.
Die Werwölfe – unsere puschligen pelzigen Freunde – sehen das ganze etwas gelassener. Oder sagen wir eher, dass bei den Rudeln wohl die Weltuntergangstheorien Kapriolen schlagen? Ich weiß das nicht so recht zu deuten, aber sie gehen auf jeden Fall mit mehr Enthusiasmus an die ganze Sache heran und versuchen hinter den zwielichtigen Geschehnissen einen beleuchteten Pfad zu finden, der sie der Lösung näher bringen würde. Ob das mal gut geht?
Und der Rest? Was reden wir jetzt von den Menschen oder ihrem bösen Pendant, den Dämonen? Ich glaube bei denen ist eh alles verloren. Kaum bricht Chaos aus, werden sie zum Tasmanischen Teufel oder zur kleinen hysterischen Maus, die sich lieber in ihrem Loch verkriecht als mit Logik und Feingefühl an die Sache heranzugehen. Aber gut. Wie bereits erwähnt: lieber ein bunte Mischung, als eine geballte Hass-Orgie voller Unsinnigkeiten.




Apropos? Die Welt scheint sich dafür ja nicht zu interessieren, oder?


Die Welt? Moment, Sie sind Reporter oder? Habe ich es doch gewusst! Sie sind nur hier her gekommen, um mich auszuhorchen, weil ich wirklich jedem dahergelaufenen Vollidioten ein bisschen Vernunft eintrichtern möchte. Es ist mein Kreuzzug gegen … äh … also … vergessen wir das. Kommen wir lieber auf Ihre Frage zurück.
Natürlich nimmt die Welt große Anteilnahme an den voranschreitenden Dramen, die man in Azamber an wirklich jeder Ecke finden wird. Es existiert sogar eine Spendehotline, um den Opfern der verheerenden Unglücke Beistand leisten zu können. Wollen Sie nicht auch ein paar Scheinchen hierlassen, damit ich sie dem Bürgermeister zukommen lassen kann? Was schauen Sie jetzt so! Das war doch perfekte Ironie!
NATÜRLICH – nur um meinen Gedanken noch einmal aufzugreifen – interessiert sich die Welt einen Scheiß darum, was in unser popligen Kleinstadt vor sich geht. Unglücke gibt es überall auf der Welt und gegen Schlechtwettereinbrüche können selbst die Meteorologen nichts machen. Tragisch, hart, unfair, aber eben verdammt nochmal die Wahrheit. Das einzige was uns hin und wieder erreicht, sind merkwürdige kryptische und verschlüsselte Botschaften von den Regierungsbezirken, die sich bei unserem netten Bürgermeister erkundigen, ob die Situation noch unter Kontrolle ist.
Wahrscheinlich planen sie bereits ihre Truppen zu uns zu schicken, um die Gefahr – von der wirklich keiner weiß, was sie wirklich beinhaltet – einzudämmen. Glauben Sie mir, ich verfluche den Tag an dem die Mächtigen sich in unser Kleinstadtleben einzumischen gedenken, denn falls das wirklich passieren sollte, sind wir wohl alle himmelhoch verloren!

 
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